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EQ - Emotionale Intelligenz
von Daniel Goleman
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Emotionale
Intelligenz - Klugheit der Gefühle
Der Begriff Emotionale Intelligenz wurde zur
Beschreibung der Fähigkeit eingeführt, eigene und
fremde Gefühle (korrekt) wahrzunehmen, zu verstehen und
zu beeinflussen. Dieses Konzept beruht auf der Theorie der multiplen
Intelligenzen von Howard Gardner (interpersonale
und intrapersonale Intelligenz), deren Kerngedanke auch als
soziale Intelligenz bezeichnet wird.
Lange Zeit dachte man, dass die Intellektuelle
Intelligenz (IQ oder Intelligenzquotient) entscheidend für
den persönlichen und beruflichen Erfolg ist, doch diese
Vorannahme wurde durch die Realität widerlegt.
Hochintelligente Experten in leitenden Positionen scheiterten
und wurden von Kollegen, die über entsprechende soziale
und emotionale Kompetenzen verfügten, erfolgreich ersetzt.
Damit kann der IQ nicht mehr als alleinige bestimmende Kennzahl
für ein erfolgreiches Leben gelten.
Die Emotionale Intelligenz
ist die Bildung des Herzens
Der Journalist Daniel Goleman hat wesentlich
dazu beigetragen, den Begriff und die Theorie der Emotionalen
Intelligenz populär zu machen. Das Thema der Emotionalen
Intelligenz wurde durch die Frage aufgeworfen, was erfolgreiche
Menschen auszeichnet. Hier zeigte sich, dass eine hohe Emotionale
Intelligenz nicht nur bei erfolgreichen Führungspersönlichkeiten,
sondern auch bei glücklichen Paaren zu beobachten war.
Elemente
der emotionalen Intelligenz
Selbstreflexion
Selbstreflexive Menschen kennen ihre Stärken und Schwächen,
wissen über ihre Wirkung auf andere Personen und sind sich
über die eigenen Gefühle und Stimmungen und deren
Konsequenzen auf das eigene Handeln oft bewusst.
Selbstkontrolle
Selbstkontrollierte Menschen können ihre impulsiven Gefühlsregungen
so regulieren, dass sie angemessen und zielgerichtet zum Ausdruck
kommen. “Erst denken und dann handeln” ist eine
Maxime von selbstkontrollierten Menschen.
Motivation
Motivierte Menschen haben einen hohen Anspruch an sich selbst
und ihre eigene Leistung. Sie lassen sich weniger durch Geld
oder andere externe Faktoren beeinflussen. Zielorientierung
und das absolute Bestreben, die gesteckten Ziele auch zu erreichen,
sind ihre inneren Motivatoren. Motivierte Menschen möchten
Erfolg haben und gefordert werden. Ein starker Optimismus und
unternehmerisches Engagement zeichnen sie aus.
Soziale Kompetenz
Sozial kompetente Menschen verfügen über ein großes
Netzwerk sozialer Kontakte. Sie knüpfen schnell Kontakte
und wissen, wie sie diese Kontakte pflegen und behalten. Sie
wissen, wie man Kontakte für die eigene Ziele nutzen kann.
Empathie
Empathische Menschen haben die Fähigkeit, sich in die Emotionen
und die Situationen Ihrer Gesprächspartner hineinzuversetzen.
Sie können durch Geschick und sensible Gesprächsführung
eine Vertrauensbasis aufbauen und behandeln ihre Gegenüber
mit Respekt und positiver Wertschätzung.
Sind Sie emotional intelligent?
Sie haben sicher schon einen Eindruck bekommen,
inwieweit Sie selbst über die einzelnen Fähigkeiten,
die zur emotionalen Intelligenz gehören, verfügen
oder nicht. Fragen Sie sich wie weit es mit Ihrer emotionalen
Intelligenz steht z.B.:
- Wie gut kenne ich mich selbst?
- Weiß ich, wie ich in bestimmten Situationen
reagiere?
- Kann ich meine Stimmungen selbst beeinflussen?
- Bin ich meinen Emotionen ausgeliefert?
- Wie gut kann ich mit Gefühlen umgehen?
- Wie ist es mit meiner Kommunikationsfähigkeit
bestellt?
- Kann ich mich klar ausdrücken, versteht
man mich?
- Bin ich in der Lage, Menschen aufmerksam
zuzuhören?
- Kann ich gut mit anderen Menschen umgehen?
- Kann ich andere motivieren?
- Macht es mir Spaß mit anderen Menschen
zu arbeiten?
- Kann ich anderen Orientierung geben?
- Verfüge ich über Führungsqualitäten?
- Bin ich bei anderen Menschen beliebt?
- Sind andere Menschen gerne mit mir zusammen?
- Suchen Menschen Rat bei mir?
Emotionale Intelligenz
ist wichtig
Unsere Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Politisch, wirtschaftlich
– und auch im Privaten sind heute andere Kompetenzen gefordert,
als früher. Nur wenig bleibt wie es ist, nur wenig ist
von Dauer. Verstand allein genügt schon lange nicht mehr,
um die stetig wachsenden Anforderungen des Lebens zu meistern.
Heute sind zusätzliche Fähigkeiten gefragt, um dauerhaft
erfolgreich mit Einflussfaktoren wie beispielsweise Stress umgehen
zu können. In einer Welt, die zunehmend unsicherer wird,
kommt es immer mehr auf den richtigen Umgang mit Gefühlen
an.
Wichtig ist dabei nicht nur die Fähigkeit, eigene Empfindungen
zu reflektieren, selbstkritisch zu hinterfragen und objektiv
zu analysieren, sondern insbesondere die Fähigkeit auf
die Empfindungen Dritter (z. B. Partner, Familie, Kollegen,
Vorgesetzte) angemessen einzugehen.
Quellen: Mayer, J. D. & Salovey, P. (1997). What is emotional
intelligence? In P. Salovey & D. Sluyter (Eds). Emotional
Development and Emotional Intelligence: Implications for Educators
(pp. 3-31). New York: Basic Books.
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